Nationale Kontaktstelle für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung
Nationale Kontaktstelle für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung

Glossar

Hier erklären wir Ihnen wichtige und komplizierte Begriffe sowie Abkürzungen.

A

Beim ambulanten Operieren handelt es sich um eine Form der Krankenhausbehandlung. Die Patientinnen oder die Patienten kehren nach dem Eingriff noch am gleichen Tag nach Hause zurück. Eine Aufnahme in den Versorgungsbetrieb des Krankenhauses findet nicht statt. Auch zugelassene Vertragsärztinnen und Vertragsärzte können unter bestimmten Voraussetzungen ambulante Operationen anbieten. Wegen der Konkurrenzsituation zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Vertragsärztinnen und Vertragsärzten bedarf es keiner Überweisung.

In den Ländern der Bundesrepublik Deutschland obliegt den Ärztekammern die Wahrung der beruflichen Belange der Ärzteschaft, soweit staatliche Aufgaben erfüllt werden sollen. Jedes Bundesland verfügt daher über jeweils eine Ärztekammer. Nur in Nordrhein-Westfalen gibt es entsprechend der Landesteile zwei Ärztekammern, die Ärztekammer Nordrhein und die Ärztekammer Westfalen. Sie regeln die ärztliche Berufsausübung und organisieren den ärztlichen Berufsstand.

Übersicht der Ärztekammern in Deutschland

Beratungs- und Forschungsunternehmen, das auf dem Gebiet einer praxisorientierten Qualitätsförderung im Gesundheitswesen forscht. Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses ist es am Aufbau einer sektorenübergreifenden Qualitätssicherung im Gesundheitswesen beteiligt.

www.aezq.de

Vorgeschichte einer Krankheit. Sie wird durch die Ärztin oder den Arzt/die Zahnärztin oder den Zahnarzt ermittelt. Mit ihr wird eine Diagnose erstellt und die passende Therapie entwickelt.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft ist ein Fachausschuss der Bundesärztekammer. Sie informiert die Ärzteschaft aktuell über Arzneimitteltherapien und die Arzneimittelsicherheit. Ärztinnen und Ärzte in Deutschland sind nach ihrer Berufsordnung verpflichtet, unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft zu melden.

www.akdae.de

Das AQUA-Institut (Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen) ist ein interessensneutrales Forschungsunternehmen, das nach Beauftragung von Akteuren aus dem Gesundheitswesen Konzeptionen, Studien und Fachinformationen zur Qualitätsverbesserung und Effizienzsteigerung erstellt.

www.aqua-institut.de

B

Der Behandlungsstaat ist jeder Staat (EU-Staat, Island, Liechtenstein, Norwegen oder die Schweiz), in den Sie zur Behandlung eingereist sind.

Die Berufsordnung regelt die Rechte und Pflichten der einzelnen Gesundheitsdienstleister gegenüber den Patienten.

Berufsordnung der Ärzte

http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/recht/mbo.pdf

Die Bundesärztekammer ist die Arbeitsgemeinschaft der 17 deutschen Ärztekammern. Sie unterstützt die Ärztekammern bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben. Die Bundesärztekammer wirkt am gesundheitspolitischen Meinungsbildungsprozess der Gesellschaft mit und entwickelt Perspektiven für eine bürgernahe und verantwortungsbewusste Gesundheits- und Sozialpolitik.

www.bundesaerztekammer.de

Das BfArM erfasst unter anderem Medizinprodukte, lässt Arzneimittel zu und bewertet deren gesundheitlichen Nutzen. Es sammelt Informationen über auftretende Risiken bei den Medizinprodukten sowie Arzneimittelnebenwirkungen. Außerdem trifft das Institut die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Patientinnen und Patienten. *

* zitiert von: www.bfarm.de

Die Bundeszahnärztekammer ist die Berufsvertretung aller deutschen Zahnärzte auf Bundesebene. Mitglieder der Bundeszahnärztekammer (=BZÄK) sind die Zahnärztekammern der Bundesländer. Die BZÄK vertritt die gesundheits- und berufspolitischen Interessen des zahnärztlichen Berufsstandes unter Berücksichtigung der Gemeinwohlinteressen.

www.bzaek.de

C

D

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Zusammenschluss von 12 Spitzen- und 16 Landesverbänden der Krankenhausträger. Sie unterstützt ihre Mitglieder bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und auf dem Gebiet des Krankenhauswesens. Als Bundesverband vertritt sie die Krankenhäuser bei allen gesundheitspolitischen Entscheidungen. Sie ist Partner für Politik, Institutionen, Verbände und Wissenschaft. In diesem Zusammenhang nimmt sie ihre gesetzlich übertragenen Aufgaben wahr. Im Zusammenwirken mit staatlichen und sonstigen Institutionen des Gesundheitswesens sorgt sie für die Erhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser.

www.dkgev.de

E

Bericht, den die Patienten bei der Entlassung aus dem Krankenhaus erhalten und der für die weitere Behandlung von Bedeutung ist. In ihm finden sich Informationen und Unterlagen über die im Krankenhaus gestellten Diagnosen, Vorschläge zur therapeutischen Weiterbehandlung und Empfehlungen für die Einnahme von Medikamenten.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ist eine dezentrale Einrichtung der Europäischen Union mit Sitz in London. Ihre Hauptaufgabe besteht im Schutz und in der Förderung der Gesundheit von Mensch und Tier durch die Beurteilung und Überwachung von Human- und Tierarzneimitteln*.

Die EMA ist in bestimmten Fällen für die wissenschaftliche Beurteilung von Anträgen auf Erteilung der europäischen Genehmigung für das Inverkehrbringen von Arzneimitteln (zentralisiertes Verfahren) zuständig. Dieses Verfahren ermöglicht dem Inhaber der Genehmigung, das Arzneimittel in der gesamten EU auf Grundlage eines einzigen Antrags in Verkehr zu bringen und Patientinnen und Patienten sowie Fachkräften im Gesundheitswesen zur Verfügung zu stellen. In den übrigen Fällen ist in jedem einzelnen Mitgliedstaat ein nationales Zulassungsverfahren durchzuführen**.

* zitiert von: Europäischer Arzneimittelagentur

** zitiert von: Europäischer Kommission

Als EU-Ausland werden alle EU-Mitgliedstaaten, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz bezeichnet.

Gemeinnütziger Verein, der Handelshindernisse beseitigt. Das Komitee soll zur Stärkung der europäischen Wirtschaft beitragen, das Wohlbefinden der Bürger und den Schutz der Umwelt vorantreiben. Es entwickelt europaweit einheitliche Normen und technische Spezifikationen.

Europäisches Komitee für Normung

Die EU-Mitgliedstaaten, zudem Norwegen, Island und Liechtenstein.

F

G

Im ambulanten Bereich richtet sich die Höhe der von der Ärztin oder von dem Arzt/der Zahnärztin und dem Zahnarzt abrechenbaren Leistungen für nicht gesetzlich Krankenversicherte nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) bzw. der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Dies gilt auch für Wahlleistungen im Krankenhaus, dass heißt für zusätzliche Leistungen, die über die allgemeinen medizinisch notwendigen Krankenhausleistungen hinausgehen.

Gebührenordnung für Ärzte der Bundesärztekammer

Gebührenordnung für Zahnärzte der Bundeszahnärztekammer

An der Wahrnehmung der sozialen Aufgaben der gesetzlichen Krankenversicherung sollen diejenigen Personen mitwirken, die als Krankenversicherte, Beitragszahler und Gesundheitsdienstleister betroffen sind. Daher übernehmen diese Personengruppen im Rahmen ihrer Selbstverwaltung vom Staat übertragene Aufgaben.

Überblick der Gemeinsamen Selbstverwaltung

Der Gemeinsame Bundesausschuss ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung und legt damit fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden. Darüber hinaus beschließt er Maßnahmen der Qualitätssicherung für den ambulanten und stationären Bereich des Gesundheitswesens.

www.g-ba.de

Die Krankenversicherung in den einzelnen Mitgliedstaaten sowie auch in der Schweiz und den EWR-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen ist recht unterschiedlich geregelt.

Die Organisation kann z. B. im Rahmen eines Nationalen Gesundheitsfonds mit einem einheitlichen Krankenversicherungsträger oder, wie in Deutschland, über viele einzelne Krankenkassen verteilt sein.

Sachleistungen oder Kostenerstattung

Nicht jeder dieser Staaten verfährt nach dem Naturalleistungsprinzip, wie wir es in Deutschland kennen. Typisch für dieses Prinzip ist, dass der gesetzlich Krankenversicherte die Leistungen nicht im Voraus bezahlen muss.

Einige Staaten haben ein Kostenerstattungssystem. Hier ist es zumindest im ambulanten Bereich üblich, die Leistung zunächst selbst zu bezahlen. Die Rechnung wird anschließend zur Erstattung bei dem gesetzlichen Krankenversicherungsträger eingereicht.

Private oder gesetzliche Krankenersicherung

Eine Unterscheidung in rein privat und rein gesetzlich Krankenversicherte, wie wir sie in Deutschland zum Teil vorfinden, ist in den meisten der oben genannten Staaten nicht üblich. Hier sind in der Regel alle Personen gesetzlich krankenversichert. Diese gesetzlich krankenversicherten Personen haben zudem die Möglichkeit eine zusätzliche private Krankenversicherung für nicht gesetzlich vorgesehene Leistungen abzuschließen.

Steuern oder Beiträge

Beide Finanzierungsformen sowie Mischformen sind in den gesetzlichen Krankenversicherungssystemen der einzelnen Staaten zu finden.

So vielfältig wie die Landschaft der einzelnen Staaten ist daher auch die Ausgestaltung der gesetzlichen Krankenversicherung und ihres Leistungsumfangs. Damit Sie konkrete Fragen z. B.

  • zum Umtausch eines Vordrucks E 112 oder S2 oder
  • zu Eigenanteilen
  • zur Vorausbezahlung oderzur Kostenerstattung

vor Ort oder bereits im Vorfeld per Telefon oder E-Mail klären können, benötigen Sie die Kontaktdaten der gesetzlichen Krankenversicherungsträger in den jeweiligen Staaten. Hierbei handelt es sich um die gleichen Träger, die auch Ansprechpartner im Rahmen einer Behandlung mit der Europäischen Krankenversicherungskarte, z. B. während eines Urlaubs in dem entsprechenden Staat sind. Für diesen Personenkreis hat die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland Merkblätter erstellt. Am Ende der Merkblätter, sind die Kontaktdaten der gesetzlichen Krankenversicherungsträger aufgeführt. Diese helfen Ihnen bei den oben genannten Fragestellungen oder weiteren Fragen gerne weiter.

Merkblätter "Urlaub in..." der Deutschen Verbindungstelle Krankenversicherung Ausland (DVKA)

Gesundheitsdienstleister sind die Personen, die nach den jeweiligen Rechtsvorschriften des Mitgliedstaates Gesundheitsdienstleistungen erbringen dürfen. In Deutschland sind dies z. B. Ärzte, Zahnärzte, Krankenschwestern oder Krankenpfleger für allgemeine Pflege, Hebammen oder Entbindungshelfer, Apotheker, Psychotherapeuten, Logopäden, Sprachheilpädagogen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Diätassistenten, Rettungsassistenten, Augenoptiker, Medizinisch Technische Assistenten, Orthopädieschuhmacher, Masseure, medizinische Bademeister, Heilpraktiker oder juristische Personen, wie Kliniken, Praxen, medizinische Versorgungszentren, Apotheken, Rehabilitationseinrichtungen, Kureinrichtungen usw.

Der GKV-Spitzenverband ist die zentrale Interessensvertretung der gesetzlichen Kranken – und Pflegeversicherungsträger in Deutschland. Er gestaltet die Rahmenbedingungen für einen Wettbewerb um Qualität und Wirtschaftlichkeit in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung. Der GKV-Spitzenverband berät Parlamente und Ministerien im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren und schließt auf Bundesebene Verträge für die gesundheitliche und pflegerische Versorgung ab.

www.gkv-spitzenverband.de

Grundstoffe sind Stoffe, die in der Industrie in großen Mengen z.B. für die Textil- oder Kosmetikherstellung benötigt werden, aber auch bei der Herstellung von Drogen Verwendung finden. Diese Stoffe dürfen nur mit einer Erlaubnis der Bundesopiumstelle gehandelt werden, die ein Geschäftsbereich des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte ist.*

* zitiert von: www.bfarm.de

H

I

Das IQWIG ist ein unabhängiges wissenschaftliches Institut, das den Nutzen und die Risiken von medizinischen Maßnahmen für Patientinnen und Patienten untersucht. Es informiert über die Vor- und Nachteile von Untersuchungs- und Behandlungsverfahren in Form von wissenschaftlichen Berichten und allgemein verständlichen Gesundheitsinformationen. *

* zitiert von: www.iqwig.de

J

K

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung ist die Interessensvertretung der zur Behandlung gesetzlich Krankenversicherter zugelassenen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten auf Bundesebene. Sie vertritt die Interessen ihrer Mitglieder bei Gesetzgebungsverfahren und bringt deren Sachverstand in die politische Diskussion ein.

www.kbv.de

Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind die Interessensvertretung der niedergelassenen Vertragsärztinnen und -ärzte auf Landesebene. Sie sind für die Sicherstellung einer qualitativ angemessenen, wohnortnahen und flächendeckenden ambulanten medizinischen Versorgung, der in dem jeweiligen Bundesland ansässigen Menschen zuständig. Die Kassenärztlichen Vereinigungen prüfen die Abrechnung der niedergelassenen Vertragsärztinnen und -ärzte auf sachlich-rechnerische Richtigkeit und Plausibilität und entscheiden über deren Zulassung. Bei einem Fehlverhalten der Vertragsärztinnen und -ärzte können sie Gegenmaßnahmen ergreifen und diesen im Zweifel die Zulassung entziehen.

In jedem Bundesland gibt es eine Kassenärztliche Vereinigung. Lediglich in Nordrhein-Westfalen gibt es die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe.

www.kbv.de

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung ist die Vertretung der niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzte, die zur Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland zugelassen sind. Sie vertritt die Interessen ihrer Mitglieder bei Gesetzgebungsverfahren und bringt deren Sachverstand in die politische Diskussion ein. Die Mitglieder der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung sind die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen der Bundesländer

www.kzbv.de

Die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen sind die Interessenvertretungen der niedergelassenen Kassenzahnärztinnen und -zahnärzte auf Landesebene. Sie sind für die Sicherstellung einer qualitativ angemessenen, wohnortnahen und flächendeckenden ambulanten zahnmedizinischen Versorgung der in ihrem Bundesland ansässigen Menschen zuständig. Die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen prüfen die Abrechnung der niedergelassenen Vertragszahnärztinnen und -zahnärzte auf sachlich-rechnerische Richtigkeit und Plausibilität und entscheiden über deren Zulassung. Bei einem Fehlverhalten der Vertragszahnärztinnen und -zahnärzte können sie Gegenmaßnahmen ergreifen und diesen im Zweifel die Zulassung entziehen.

In jedem Bundesland gibt es eine Kassenzahnärztliche Vereinigung. Lediglich in Nordrhein-Westfalen gibt es die Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe.

www.kzbv.de

Körperschaften des öffentlichen Rechts sind Organisationen, die ihnen übertragene staatliche Aufgaben in eigener Selbstverwaltung wahrnehmen. Sie können im Rahmen ihrer Selbstverwaltung verbindliche Rechtsvorschriften erlassen und unterliegen der staatlichen Rechtsaufsicht.

Krankenversicherungsträger sind Träger der Krankenversicherung, dass heißt Körperschaften des öffentlichen Rechts oder private Versicherungsunternehmen, die monatlich Beiträge von ihren Versicherten erhalten. Im Falle einer Krankheit übernehmen sie die Kosten für Leistungen wie z. B. ärztliche Behandlung und Krankengeld für ihre Versicherten.

L

Alle medizinischen Leistungen, die vom Gemeinsamen Bundesausschuss als ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich anerkannt wurden und deren Kosten deshalb von den gesetzlichen Krankenversicherungsträgern übernommen werden.

M

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist eine gemeinsame Einrichtung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen und in jedem Bundesland eigenständig vertreten. Er berät unter anderem die Krankenkasse und führt Einzelfallbegutachtungen durch. Dadurch sorgt er dafür, dass die Krankenkassen ihre medizinischen und pflegerischen Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich erbringen können.

www.mdk.de

Unter Mitgliedstaaten werden folgende EU-Staaten zusammengefasst: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland. Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Polen, Österreich, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern.

N

Die nachstationäre Krankenhausbehandlung findet ohne Unterkunft und Verpflegung statt. Sie soll dazu beitragen, dass der Behandlungserfolg im Anschluss an eine vollstationäre Krankenhausbehandlung gesichert wird. Sie darf grundsätzlich nicht die Dauer von sieben Tagen überschreiten.

Es bedarf einer Vertragsärztin oder eines Vertragsarztes, die oder der die Krankenhausbehandlung verordnet hat.

Die nachstationäre Krankenhausbehandlung erfordert keine Aufnahme der Patientinnen oder der Patienten in die Klinik.

Aufgrund der Richtlinie 2011/24/EU sind in jedem Mitgliedstaat eine oder mehrere Stellen eingerichtet worden, die für Patientinnen und Patienten, die aus einem Mitgliedstaaten zur Behandlung kommen oder in einen anderen Mitgliedstaat zur Behandlung gehen, Informationen zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung zur Verfügung stellen. Diese Informationen betreffen unter anderem auch die Patientenrechte, Rechtsmitteloptionen und Qualitäts- und Sicherheitsstandards des jeweiligen Mitgliedstaates.

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte oder niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte sind solche, die selbstständig, alleine oder mit anderen Ärztinnen und Ärzten/Zahnärztinnen und Zahnärzten eine medizinische Einrichtung (Praxis/Gemeinschaftspraxis) betreiben.

O

Orphanet ist das derzeit umfangreichste Referenzportal für Informationen über seltene Krankheiten und Orphan Drugs. Als frei zugängliche Internetdatenbank mit täglich 30 000 Besucherinnen und Besuchern umfasst Orphanet derzeit Informationen aus 40 Ländern und listet über 6000 seltene Krankheiten (Stand Oktober 2014). Die Datenbank enthält eine von europäischen Expertinnen und Experten verfasste Online-Enzyklopädie, sowie eine Liste von Leistungsangeboten für Patientinnen und Patienten sowie Fachleute. Hier finden Sie neben den Expertenzentren auch Informationen über aktuelle Forschungsprojekte, Diagnostikanbieter, Patientenregister, Biobanken, klinische Studien, Netzwerke und Selbsthilfeorganisationen.

Orphanet-Datenbank

Nationale Orphanet-Website

Video zur Suche nach einem Expertenzentrum

Weitere Links

P

Sammlung aller den Krankheitsverlauf einer Patientin oder eines Patienten betreffenden medizinischen Daten.

Primäre Gesundheitsschäden betreffen den Zusammenhang zwischen dem Behandlungsfehler und der Verletzung an Körper und Gesundheit.

Q

R

S

Bei den Ärztinnen und Ärzten- bzw. Zahnärztekammern eingerichtete Stellen, die als unabhängige Gremien bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Ärztin beziehungsweise Arzt/Zahnärztinnen beziehungsweise Zahnarzt sowie Patientinnen oder Patient klären sollen, ob eine ärztliche/zahnärztliche Behandlung zu einer gesundheitlichen Komplikation geführt hat. So sollen sie dazu beitragen, dass die Ärztin oder der Arzt/die Zahnärztin oder der Zahnarzt und die Patientin oder der Patient sich im Streitfall außergerichtlich einigen.

Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bei den Ärztekammern

Sekundäre Gesundheitsschäden betreffen den Zusammenhang zwischen dem Primärschaden und dem daraus entstehenden weiteren Schaden an der Gesundheit und dem Vermögen. Sie werden deshalb auch als „Folgeschäden“ bezeichnet.

Bei einer spezifizierten Rechnung eines Gesundheitsdienstleisters werden die einzelnen Rechnungsposten auf der Rechnung einzeln aufgelistet.

Die Krankenhäuser in Deutschland sind verpflichtet jährlich ihren Qualitätsbericht zu aktualisieren. Die Berichte sollen Patienten dabei helfen die Qualität und Leistungen der Krankenhäuser miteinander vergleichen zu können.

www.g-ba.de

Strukturierte Qualitätsberichte der Krankenhäuser

T

Die teilstationäre Krankenhausbehandlung ist eine besondere Form der vollstationären Krankenhausbehandlung. Sie erstreckt sich in der Regel über einen längeren Zeitraum, ist aber zeitlich nicht durchgehend. Es wird nur eine Teilunterkunft gewährt und auch die Behandlung und Pflege ist nicht so umfassend wie bei der vollstationären Krankenhausbehandlung. Die teilstationäre Krankenhausbehandlung erfordert die Aufnahme der Patientinnen und Patienten in die Klinik.

U

V

Der Verband der privaten Krankenversicherung ist die Interessensvertretung der privaten Kranken- und Pflegeversicherungsunternehmen. Er berät in erster Linie die Mitgliedsunternehmen in grundsätzlichen Fragen der Tarifgestaltung und bringt deren Interessen in die nationale und europäische Gesetzgebung ein.

www.pkv.de

Vertragsärztinnen und Vertragsärzte sind von der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung zur Behandlung der in Deutschland gesetzlich krankenversicherten Personen zugelassen.

www.kbv.de

Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte sind von der zuständigen Kassenzahnärztlichen Vereinigung zur Behandlung der in Deutschland gesetzlich krankenversicherten Personen zugelassen.

Unter Berücksichtigung des Krankheitsbildes erhalten Patientinnen und Patienten alle Leistungen, die für ihre medizinische Versorgung notwendig sind. In der Regel wird hiervon die Behandlung durch Ärztinnen und Ärzte, die Pflege durch Krankenschwestern und Krankenpfleger, die Versorgung mit Arznei- und Hilfsmitteln, das Erbringen von Leistungen der Frührehabilitation und die Unterkunft und Verpflegung erfasst. Die vollstationäre Krankenhausbehandlung erfordert die Aufnahme der Patientinnen und Patienten in die Klinik.

Die vorstationäre Krankenhausbehandlung findet ohne Unterkunft und Verpflegung statt. Sie soll – mittels Durchführung ärztlicher Maßnahmen - klären, ob eine vollstationäre Krankenhausbehandlung erforderlich ist, oder eine solche vorbereiten. Sie darf die Dauer von drei Tagen nicht überschreiten.

Es bedarf einer Vertragsärztin oder eines Vertragsarztes, die oder der die Krankenhausbehandlung verordnet.

Die vorstationäre Krankenhausbehandlung erfordert keine Aufnahme der Patientinnen und Patienten in die Klinik.

W

Der Widerspruch stellt eine rechtliche Möglichkeit dar sich gegen Handlungen der Krankenkasse zu wehren. Reichen die Versicherten den Widerspruch schriftlich bei der Krankenkasse ein wird damit in der Regel das sogenannte Widerspruchsverfahren eingeleitet. In diesem kann die Krankenkasse ihr Verwaltungshandeln noch einmal überprüfen. Das Widerspruchsverfahren endet durch eine für die Versicherten positive oder negative schriftliche Entscheidung; den sogenannten Widerspruchsbescheid. Dieses Verfahren ist für den Versicherten kostenfrei und nicht an ein bestimmtes formales Verfahren gebunden.

Beim Wohnstaat handelt es sich um den Mitgliedstaat, in dem die Patientin oder der Patient bei einem dort angesiedelten Krankenversicherungsträger versichert ist und in dem sie oder er wohnt.

X/Y/Z

In den einzelnen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland obliegt den Zahnärztekammern die Wahrung der beruflichen Belange der Zahnärztinnen oder Zahnärzte. Sie regeln die zahnärztliche Berufsausübung und organisieren den zahnärztlichen Berufsstand. Jedes Bundesland verfügt daher über jeweils eine Zahnärztekammer. Nur in Nordrhein-Westfalen gibt es entsprechend der Landesteile zwei Zahnärztekammern, die Zahnärztekammer Nordrhein und die Zahnärztekammer Westfalen.

Übersicht der Landeszahnärztekammern

Die Zentralstelle für Gesundheitsschutz bei Arzneimitteln und Medizinprodukten koordiniert die Arzneimittelüberwachung der Bundesländer. Für Medizinprodukte höherer Risikoklassen vollzieht sie bei der CE-Kennzeichenanbringung die Aufgaben der 16 Bundesländer hinsichtlich der Anerkennung, Benennung und Überwachung der unabhängigen Prüflaboratorien und Zertifizierungsstellen.*

* zitiert von: www.zlg.de

Arzneimittel und Medizinprodukte