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Nationale Kontaktstelle für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung

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Wie löse ich meine in Deutschland ausgestellten Verschreibungen ein?

Wenn Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt/Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt in Deutschland Rezepte bzw. Verschreibungen ausgestellt hat, können Sie diese in Deutschland oder in Ihrem Wohnstaat einlösen. Dabei müssen aber einige Dinge beachtet werden.

Nach der ambulanten oder stationären Behandlung in Deutschland verschreibt Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bzw. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt möglicherweise Arzneimittel oder Medizinprodukte (z.B. Bandagen). Sie können die Verschreibung dann entweder in Deutschland oder in einem anderen Mitgliedstaat einlösen.

Verschreibungen in Deutschland einlösen

Bitte fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt/Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt, bei welcher Einrichtung Sie in Deutschland die verschriebenen Arzneimittel oder Medizinprodukte einlösen können. Dies wird entweder eine Apotheke oder ein Sanitätshaus sein.

Die Kosten für die verschriebenen Arzneimittel bzw. Medizinprodukte tragen Sie zunächst selbst, wenn Sie sich wie ein privat Krankenversicherter behandeln lassen. Nach der Rückkehr in Ihren Wohnstaat erstattet Ihnen Ihr Krankenversicherungsträger in der Regel die Kosten bis zu dem Betrag, den Sie in Ihrem Wohnstaat bezahlt hätten. Bei Fragen zur Höhe der Erstattung wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenversicherung oder an die nationale Kontaktstelle Ihres Wohnstaates.

Verschreibungen in einem anderen Mitgliedstaat einlösen

Grundsätzlich können Sie eine in Deutschland ausgestellte Verschreibungen für Arzneimittel und Medizinprodukte in einem anderen Mitgliedstaat einlösen. Darüber sollten Sie allerdings Ihre Ärztin oder Ihren Arzt/Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt in Deutschland informieren. In diesem Fall muss die Verschreibung bestimmte inhaltliche Anforderungen erfüllen.

  • Name der Patientin oder des Patienten
  • Vorname(n) (ausgeschrieben, also nicht nur Anfangsbuchstabe)
  • Geburtsdatum

  • Ausstellungsdatum

  • Name der verschreibenden Ärztin oder des verschreibenden Arztes/der verschreibenden Zahnärztin oder des verschreibenden Zahnarztes
  • Vorname(n) (ausgeschrieben)
  • Berufliche Qualifikation
  • Angaben zur unmittelbaren Kontaktaufnahme (E-Mail und Telefon- oder Fax-Nummer, jeweils mit internationaler Vorwahl)
  • Dienstanschrift (einschließlich Name des betreffenden Mitgliedstaates)
  • Unterschrift (handschriftlich oder digital, je nach Medium der Verschreibung)

Bezeichnung des verschriebenen Arzneimittels, sofern erforderlich

  • Die nach europäischen Richtlinien (RL 2001/83/EG) „Gebräuchliche Bezeichnung“ des Arzneimittels (internationaler Freiname). Der Markenname wird nur in Ausnahmefällen genannt.
  • Darreichungsform (Tablette, Lösung usw.)
  • Menge
  • Stärke
  • Dosierung

Hinweis

Achten Sie darauf, dass Ihre Ärztin oder Ihr Arzt/Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt bei der anzugebenden Menge des Arzneimittels nicht die Packungsgrößenkennzeichnung aufschreibt. Die Packungsgrößenkennzeichnung ist in Deutschland eine Normgröße für drei Packungsgrößen mit einer unterschiedlichen Anzahl von Tabletten, Kapseln, Zäpfchen usw. Sie wird auf der Verordnung abgekürzt mit N1, N2 oder N3. Diese Normgröße ist in anderen Mitgliedstaaten unbekannt. Eine Ärztin oder ein Arzt/eine Zahnärztin oder ein Zahnarzt oder eine Apothekerin/Apotheker eines anderen Mitgliedstaats kann diese Mengenangabe nicht nachvollziehen. Daher muss aus der Verschreibung genau die Menge (z. B. 20 Stück) hervorgehen.

  • Name der Patientin oder des Patienten
  • Vorname(n) (ausgeschrieben)
  • Geburtsdatum

  • Ausstellungsdatum

  • Name der verschreibenden Ärztin oder des verschreibenden Arztes/der verschreibenden Zahnärztin oder des verschreibenden Zahnarztes
  • Vorname(n) (ausgeschrieben)
  • Berufliche Qualifikation
  • Angaben zur unmittelbaren Kontaktaufnahme (E-Mail und Telefon- oder Fax-Nummer, jeweils mit internationaler Vorwahl)
  • Dienstanschrift (einschließlich Name des betreffenden Mitgliedstaates)
  • Unterschrift (handschriftlich oder digital, je nach Medium der Verschreibung)

Bezeichnung des verschriebenen Medizinprodukts, sofern erforderlich

  • „Gebräuchliche Bezeichnung“ des Medizinprodukts

Wenn Sie die Verschreibung in Ihrem Wohnstaat einlösen, übernimmt bzw. erstattet Ihr Krankenversicherungsträger in der Regel die Kosten in der Höhe, wie sie bei einer Verschreibung durch einen Gesundheitsdienstleiter (z. B. Ärztin oder Arzt) in Ihrem Wohnstaat angefallen wären.

Mögliche Schwierigkeiten beim Einlösen von Verschreibungen in Ihrem Wohnstaat

Das Verfahren der grenzüberschreitenden Einlösung von Verschreibungen aus anderen Mitgliedstaaten ist noch recht neu. Deshalb empfehlen wir Ihnen zurzeit, von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt/Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt in Deutschland ausgestellte Verschreibungen für Arzneimittel oder Medizinprodukte in Deutschland einzulösen.

Folgende praktische Probleme könnten beim Einlösen einer in Deutschland ausgestellten Verschreibung in Ihrem Wohnstaat auftreten:

  • Das verordnete Arzneimittel oder Medizinprodukt steht in Ihrem Wohnstaat nicht (in dieser Form) zur Verfügung oder ist unter dem in der Verschreibung angegebenen Namen unbekannt.
  • Die Apothekerin oder der Apotheker bzw. ein anderer Gesundheitsdienstleister in Ihrem Wohnstaat versteht die Verschreibung falsch bzw. gar nicht.
  • Die Ärztin oder der Arzt/die Zahnärztin oder der Zahnarzt in Deutschland hat nicht die genaue Menge des verschriebenen Arzneimittels angegeben, sondern die Packungsgrößenkennzeichnung.

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Ratgeber für Patientenrechte

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