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Nationale Kontaktstelle für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung

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Vor der Behandlung im EU-Ausland

Bevor Sie sich in einem anderen Mitgliedstaat, EWR-Staat oder der Schweiz behandeln lassen, sollten Sie einige Aspekte mit Ihrer Krankenkasse in Deutschland und Ihren Behandlerinnen und Behandlern oder dem Krankenhaus im Behandlungsstaat klären.

Als gesetzlich krankenversicherte Patientin oder krankenversicherter Patient haben Sie zwei Möglichkeiten, Gesundheitsdienstleistungen im EU-Ausland in Anspruch zu nehmen.

  • Sie können sich wie eine gesetzlich krankenversicherte Person behandeln lassen. Hierzu benötigen Sie im Vorfeld immer die Genehmigung Ihrer Krankenkasse. Basis hierfür ist die Europäische Verordnung zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit und ihre Durchführungsverordnung, die wir im Folgenden mit EG-Verordnungen abkürzen.
  • Sie können sich aber auch privat in einem anderen Mitgliedstaat behandeln lassen. Hierbei benötigen Sie nur in bestimmten Fällen die Genehmigung Ihrer Krankenkasse. Setzen Sie sich deshalb im Vorfeld immer mit dieser in Verbindung. Für den Fall, dass eine Genehmigung erforderlich ist, ist Ihre Krankenkasse verpflichtet, drei Wochen nach Antragseingang eine Entscheidung über die Genehmigung zu treffen. In Fällen bei denen ein Gutachten notwendig ist, hat die Krankenkasse fünf Wochen Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Kann die Krankenkasse diese Fristen nicht einhalten, wird diese Ihnen die Gründe hierfür rechtzeitig schriftlich mitteilen. Erfolgt keine Mitteilung eines hinreichenden Grundes, gilt die Genehmigung nach Ablauf der jeweiligen Frist als erteilt. Wenn die Krankenkasse Ihren Antrag bewilligt, erhalten Sie hierüber einen schriftlichen Bescheid. Sollte die Krankenkasse die geplante Behandlung ablehnen, können Sie Widerspruch einlegen. Falls Sie Fragen zu diesem Prozess haben, zögern Sie bitte nicht sich an uns zu wenden. Grundlage für die Möglichkeit sich privat behandeln zu lassen ist die Europäische Richtlinie zur Patientenmobilität – RL 2011/24/EU. Die Behandlungskosten müssen Sie dabei zunächst verauslagen, können diese aber nachträglich zur Erstattung bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Unter Umständen erstattet Ihre Krankenkasse aber nicht alle Kosten, die Ihnen entstanden sind. Von der Richtlinie gänzlich ausgeschlossen sind öffentliche Impfprogramme, Organtransplantation und Langzeitpflege. Wenn Sie eine Beratung zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung bzgl. dieser drei Themen benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Krankenversicherungsträger.

Nähere Erläuterungen zu diesen zwei Möglichkeiten und ihren Vor- und Nachteilen finden Sie in der Rubrik „Wer trägt die Kosten?“.

Wenn Sie in Deutschland ausschließlich privat krankenversichert sind, gibt Ihr Krankenversicherungsvertrag vor, in welchem Umfang Behandlungen in einem anderen Mitgliedstaat möglich sind. Das Gleiche gilt für eine mögliche Erstattung der Kosten.

Da sich die privaten Krankenversicherungsverträge oft unterscheiden, empfehlen wir Ihnen, sich bei Fragen an Ihr Krankenversicherungsunternehmen zu wenden.

Suchen Sie eine Gesundheitsdienstleisterin oder einen Gesundheitsdienstleister im EU-Ausland, helfen Ihnen die dortigen nationalen Kontaktstellen weiter.

Welche Informationen sollte ich für die Ärztin oder den Arzt/die Zahnärztin oder den Zahnarzt im EU-Ausland bereithalten?

Reisen Sie gezielt in einen anderen Staat im EU-Ausland ein, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen, klären Sie im Vorfeld die dort behandelnde Ärztin oder den dort behandelnden Arzt/die dort behandelnde Zahnärztin oder den dort behandelnden Zahnarzt umfassend über Ihre Krankheitsgeschichte auf. So können Sie dazu beitragen, Fehler zu vermeiden und den Erfolg Ihrer medizinischen Behandlung zu sichern.

Besprechen Sie vor der Behandlung mit der Ärztin oder dem Arzt/der Zahnärztin oder dem Zahnarzt, ob sie oder er Unterlagen aus Ihrer Patientenakte in Deutschland benötigt. Gegebenenfalls müssen Sie diese Unterlagen übersetzen lassen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt/Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt in Deutschland muss Ihnen notwendige Kopien aus Ihrer Patientenakte aushändigen. Die Kosten dafür tragen Sie allerdings selbst.

Wenn Sie Fragen zu den oben genannten Inhalten, zum Datenschutz, zu Ihrer Patientenakte usw. haben, hilft Ihnen die nationale Kontaktstelle des Behandlungsstaates.

Informieren Sie sich vor der Behandlung bei der nationalen Kontaktstelle des entsprechenden Staates auch darüber, ob Sie weitere Informationen für die dortigen Ärztinnen oder Ärzte/Zahnärztinnen oder Zahnärzte bereithalten sollten.

Dokumente und Links

Kontakt

EU-PATIENTEN.DE

Pennefeldsweg 12 c
53177 Bonn

Telefon
+49 228 9530-802, +49 228 9530-608, +49 228 9530-800 (Mo - Do von 8:00 Uhr bis 16:30 Uhr, Freitag von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr)

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Datenschutzrechtliche Informationen im Zusammenhang mit Anfragen an EU-PATIENTEN.DE

Kontaktstellen im EU-Ausland finden

Hier finden Sie eine Auflistung von Nationalen Kontaktstellen anderer EU-Staaten.

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Sie leben in einer Grenzregion und suchen weitere regionale Informationsangebote? Hier haben wir eine Übersicht über für Sie hilfreiche Institutionen zusammengestellt.

Überregionale Informationsträger

Wenn Sie Behandlungsmöglichkeiten zu bestimmten Krankheiten oder weiterführende Informationen rund um das Thema Gesundheit suchen, finden Sie hier weitere überregionale Informationsangebote.

Checklisten

Informationen zur Behandlung im EU-Ausland auf einen Blick

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