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Nationale Kontaktstelle für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung

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Wie stelle ich eine Verschreibung für eine Patientin oder einen Patienten aus dem EU-Ausland aus?

Ihre Patientin oder Ihr Patient ist nicht in Deutschland, sondern in einem anderen Mitgliedstaat krankenversichert. Wenn Sie für diese Person Arzneimittel oder Medizinprodukte verschreiben, müssen Sie einige Hinweise beachten.

Wenn Sie Ihrem Behandler eine Verschreibung ausstellen, sollten Sie im Voraus klären, ob er oder sie sich das Arzneimittel bzw. das Medizinprodukt in Deutschland oder in einem anderen Mitgliedstaat besorgen möchte. Sollte die Verschreibung in einem anderen Mitgliedstaat eingelöst werden, muss sie bestimmte Angaben enthalten.

  • Name(n) der Patientin oder des Patienten
  • Vorname(n) (ausgeschrieben, also nicht nur Anfangsbuchstabe)
  • Geburtsdatum
  • Ausstellungsdatum
  • Name(n) der verschreibenden Ärztin/des verschreibenden Arztes oder der Zahnärztin/des Zahnarztes
  • Vorname(n) (ausgeschrieben)
  • Berufliche Qualifikation
  • Angaben zur unmittelbaren Kontaktaufnahme (E-Mail und Telefon- oder Fax-Nummer, jeweils mit internationaler Vorwahl)
  • Dienstanschrift (einschließlich Name des betreffenden Mitgliedstaates)
  • Unterschrift (handschriftlich oder digital, je nach Medium der Verschreibung)

Bezeichnung des verschriebenen Arzneimittels, sofern erforderlich

  • Die nach europäischen Richtlinien (RL 2001/83/EG) „Gebräuchliche Bezeichnung“ des Arzneimittels (internationaler Freiname). Der Markenname wird nur in Ausnahmefällen genannt.
  • Darreichungsform (Tablette, Lösung usw.)
  • Menge
  • Stärke
  • Dosierung
  • Name(n) der Patientin oder des Patienten
  • Vorname(n) (ausgeschrieben)
  • Geburtsdatum
  • Ausstellungsdatum
  • Name(n) der verschreibenden Ärztin oder des verschreibenden Arztes/der Zahnärztin oder des Zahnarztes
  • Vorname(n) (ausgeschrieben)
  • Berufliche Qualifikation
  • Angaben zur unmittelbaren Kontaktaufnahme (E-Mail und Telefon- oder Fax-Nummer, jeweils mit internationaler Vorwahl)
  • Dienstanschrift (einschließlich Name des betreffenden Mitgliedstaates)
  • Unterschrift (handschriftlich oder digital, je nach Medium der Verschreibung)

Bezeichnung des verschriebenen Medizinprodukts, sofern erforderlich

  • „Gebräuchliche Bezeichnung“ des Medizinprodukts

Bei Verschreibungen von Arzneimitteln und Medizinprodukten, die von vornherein dazu bestimmt sind, in einem anderen Mitgliedstaat eingelöst zu werden, müssen Sie, anders als bei Rezepten, die in Deutschland verwendet werden, die Dosierung angeben. Zudem muss Ihre E-Mailadresse auf der Verschreibung vermerkt sein.

Nichtsdestotrotz ist es aufgrund von diversen Umsetzungsschwierigkeiten in der Praxis empfehlenswert, dass Ihre Patientin oder Ihr Patient die ausgestellten Verschreibung möglichst in Deutschland einlöst. Derartige Umsetzungsschwierigkeiten können zum Beispiel sein:

  • Das von Ihnen verordnete Arzneimittel oder Medizinprodukt steht in dieser Form im Heimatland Ihrer Patientin oder Ihres Patienten nicht zur Verfügung oder ist unter dem in der Verschreibung angegebenen Namen unbekannt.
  • Die Apothekerin oder der Apotheker bzw. andere Behandelnde im Heimatland Ihrer Patientin oder Ihres Patienten verstehen die Verschreibung falsch oder gar nicht.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie bei der anzugebenden Menge des Arzneimittels nicht die Packungsgrößenkennzeichnung aufschreiben. Diese Normgröße ist in anderen Mitgliedstaaten unbekannt. Andere Behandlende eines anderen Mitgliedstaates können diese Mengenangabe nicht nachvollziehen. Daher muss aus der Verschreibung die genaue Menge (z. B. 20 Stück) hervorgehen.

Kontakt

EU-PATIENTEN.DE

Pennefeldsweg 12 c
53177 Bonn

Telefon
+49 228 9530-802/800

Fax
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