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Nationale Kontaktstelle für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung

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Wer trägt die Kosten bei ungeplanten Behandlungen in Deutschland?

Sie halten sich vorübergehend in Deutschland auf und müssen wegen gesundheitlicher Beschwerden eine medizinische Behandlung in Anspruch nehmen? Wir sagen Ihnen im Folgenden worauf Sie achten sollten damit die Kosten ganz oder weitgehend von Ihrem Krankenversicherungsträger getragen werden.

Die folgenden Ausführungen befassen sich mit den Fällen, in denen Sie in einem anderen Mitgliedstaat der EU, des EWR oder der Schweiz gesetzlich krankenversichert sind und unerwartet während eines vorübergehenden Aufenthaltes in Deutschland medizinisch behandelt werden müssen. Sie gelten auch für chronisch kranke Personen und Schwangere. Für diesen Personenkreis finden Sie weiterführende Informationen unter der entsprechenden Überschrift.

Die verschiedenen Kostenerstattungsverfahren

Wenn Sie während eines vorübergehenden Aufenthaltes in Deutschland medizinische Hilfe benötigen, stehen Ihnen verschiedene Kostenerstattungsverfahren zur Verfügung:

  • a) Sie legen bei einer Ärztin oder einem Arzt, der berechtigt ist im dortigen Gesundheitssystem versicherte Personen zu behandeln, die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vor. Damit weisen Sie nach, dass Sie wie eine in Deutschland gesetzlich krankenversicherte Person behandelt werden wollen und dass der Krankenversicherungsträger Ihres Heimatlandes die Kosten übernimmt (siehe Vor- und Nachteile in der untenstehenden Linkbox).
  • b) Sie möchten eine Leistung, die Ihr Krankenversicherungsträger auch in Ihrem Heimatland übernehmen würde, unter den gleichen Voraussetzungen in Deutschland in Anspruch nehmen. Die anfallenden Kosten tragen Sie zunächst selbst und werden wie eine in Deutschland privat krankenversicherte Person behandelt. Im Nachhinein beantragen Sie eine Erstattung (siehe Vor- und Nachteile in der untenstehenden Linkbox).

Beide Möglichkeiten unterscheiden sich in den

  • Rechtsgrundlagen
  • Voraussetzungen für Ihren Anspruch auf die Behandlung
  • Zahlungsmodalitäten des Gesundheitsdienstleisters
  • Erstattungsmöglichkeiten
  • Eigenbeteiligungen und in einigen anderen Punkten.

Im ersten Fall, unter a), ergeben sich Ihre Ansprüche auf Behandlung unmittelbar aus den Europäischen Verordnungen zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (Verordnung (EG) 883/2004 und 987/2009). Im zweiten Fall, unter b), ergeben sie sich aus den nationalen Umsetzungsvorschriften Ihres Landes der Richtlinie 2011/24/EU.

Wir geben Ihnen für beide Wege einen Überblick und weisen auf die Unterschiede sowie Vor- und Nachteile Vor und Nachteile der Kostenerstattungsmöglichkeiten hin. Vor einer Entscheidung für einen der beiden Wege sollten Sie sich dennoch immer persönlich von Ihrem Krankenversicherungsträger beraten lassen.

Dokumente und Links

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