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Vor- und Nachteile der Kostenerstattungsmöglichkeiten bei einer geplanten Behandlung wie eine gesetzlich krankenversicherte oder privat krankenversicherte Person in Deutschland

Beide Variante haben ihre Vor- und Nachteile. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht darüber, in welchen Bereichen diese in der Regel zu finden sind. Bei Rückfragen helfen wir Ihnen gerne weiter.

Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (Behandlung wie eine gesetzlich krankenversicherte Person in Deutschland)

Vorteile Nachteile
Sie können Leistungen in Anspruch nehmen, die über den Leistungskatalog im Wohnstaat hinausgehen, aber zum gesetzlichen Leistungsumfang Deutschlands gehören. Sie benötigen immer (also für jede ambulante und stationäre Leistung) eine Vorabgenehmigung Ihrer Krankenkasse.
Es entstehen Ihnen in der Regel Kosten nur in Höhe des Eigenanteils für gesetzlich Versicherte nach den Regelungen in Deutschland. Ein Leistungsanspruch entsteht erst nach Erteilung der Vorabgenehmigung.
Die Abrechnung der Kosten findet direkt zwischen dem Gesundheitsdienstleister und den beteiligten Krankenversicherungsträgern statt. Es können nur Vertragsdienstleister aufgesucht werden. Ihr Leistungsanspruch ist begrenzt auf die Leistungen, die zum gesetzlichen Leistungskatalog Deutschlands gehören.
Bei Behandlungsfehlern werden Sie in Deutschland wie eine gesetzlich krankenversicherte Person des deutschen Systems behandelt. Ihre Krankenkasse im zuständigen Staat hat keinen Vertrag mit dem Gesundheitsdienstleister in Deutschland und kann Sie daher bei Behandlungsfehlern nicht unmittelbar unterstützen.
Es entstehen keine Übersetzungskosten für Rechnungen.  
Sind die Behandlungskosten, die in Deutschland von der dortigen Krankenversicherung getragen werden niedriger als die Kosten, die Ihre Versicherung im Heimatstaat getragen hätte, können Sie insoweit für den von Ihnen getragenen Eigenanteil eine Erstattung bei Ihrem Krankenversicherungsträger beantragen. Der zuständige Krankenversicherungsträger kann vom Erstattungsbetrag möglicherweise die ggf. von Ihnen zu leistenden Zuzahlungen abziehen, die bei einer Behandlung im Heimatstaat zu entrichten gewesen wären.  

Richtlinie 2011/24/EU (Behandlung wie eine privat krankenversicherte Person in Deutschland)

Vorteile Nachteile
Sie können in Deutschland auch private Behandler (z. B. Privatärztinnen und Privatärzte oder Privatkrankenhäuser) aufsuchen. Die Kosten können höher sein als die Erstattung durch Ihren Krankenversicherungsträger im Wohnstaat.
Ihr Leistungsumfang ist nicht auf den für gesetzlich Versicherte in Deutschland beschränkt. Sie können also auch Leistungen in Anspruch nehmen, die im Wohnstaat, nicht aber in Deutschland zum gesetzlichen Leistungsumfang gehören. Sie müssen in Vorkasse treten und erhalten erst im Nachhinein eine teilweise Kostenerstattung.
In vielen Fällen ist keine Vorabgenehmigung notwendig. Ihr Krankenversicherungsträger darf möglicherweise verlangen, dass Sie die Rechnung – wenn sie nicht in der Landessprache des zuständigen Staats erstellt wurde – auf Ihre Kosten übersetzen lassen.
Wenn keine Vorabgenehmigung notwendig ist, kann die Gesundheitsdienstleistung schnell in Anspruch genommen werden. Haftungs- und Gewährleistungsansprüche richten sich ausschließlich nach den deutschen Rechtsvorschriften und sind von Ihnen nach deutschem Recht zu verfolgen. Ihr Krankenversicheurngsträger kann Sie dabei nicht unterstützen.

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