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Wichtige Institutionen der Qualitätssicherung

An der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards des deutschen Gesundheitswesens sind zahlreiche Institutionen beteiligt. Einige Institutionen, denen eine zentrale Rolle bei der Qualitätsentwicklung zukommt, möchten wir Ihnen vorstellen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA)

Bei der Qualitätssicherung kommt dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eine wichtige Rolle zu. Zum G-BA gehören Vertreter der Spitzenverbände der gemeinsamen Selbstverwaltung: des GKV-Spitzenverbandes, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Der G-BA bestimmt, wie eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche medizinische Versorgung aussehen soll. An diese Vorgaben sind die Leistungserbringer (Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte und Krankenhäuser) und die gesetzliche Krankenversicherung gebunden.

Unter anderem beschließt der G-BA Richtlinien zur Qualitätssicherung in allen Bereichen der medizinischen Versorgung. Diese Richtlinien legen beispielsweise fest, welche medizinische Behandlungsmethoden, etwa Operationen, zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen durchgeführt werden dürfen.

Wenn Sie in Deutschland eine ambulante oder stationäre medizinische Behandlung im Rahmen der Europäischen Richtlinie zur Patientenmobilität in Anspruch nehmen, gelten bei einer stationären Behandlung in einem Krankenhaus für Sie ebenfalls die vom G-BA erlassenen Richtlinien im Bereich der Qualitätssicherung.

Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ)

Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) wurde von der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zur Unterstützung der eigenen Aufgabenwahrnehmung im Bereich der Qualitätssicherung der ärztlichen Berufsausübung gegründet.

Das ÄZQ erlässt Versorgungsleitlinien für die Leistungserbringer. Diese sollen für ihn eine Entscheidungs- und Orientierungshilfe bei Findung der richtigen Diagnose -und Behandlungsentscheidung von Krankheiten sein. Die Versorgungsleitlinien geben in der Regel Aufschluss über den medizinischen Standard einer Behandlung und sind damit für die jeweiligen Leistungserbringer verbindlich. Sie werden gemeinsam von der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften entwickelt. Zu einer Versorgungsleitlinie wird in der Regel verständlich für die betroffenen Patientinnen- und Patienten sowie deren Familienangehörigen eine entsprechende Patientenleitlinie erarbeitet. Sie gibt unter anderem praktische Hinweise zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag.

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist ein fachlich unabhängiges Institut, welches nach Auftrag durch den G-BA oder des Bundesministeriums für Gesundheit evidenzbasierte Gutachten zu Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung erstellt. Dabei führt das IQWiG keine Studien an Patienten durch, sondern wertet international vorhandene Studien nach Standardmethoden aus. Das IQWiG kann in seinen Gutachten Empfehlungen zu den Nutzen und Kosten von medizinischen Leistungen und Arzneimitteln gegenüber dem G-BA aussprechen. Der G-BA kann auf dieser Grundlage entscheiden, ob die Kosten einer Leistung von den Krankenkassen erstattet werden sollen. Das IQWiG kann aber auch aus eigener Initiative heraus Arbeitspapiere zu Themen von grundsätzlicher Bedeutung erstellen.

Zudem wurde das IQWiG gesetzlich beauftragt, allgemeinverständliche Informationen über Erkrankungen, Untersuchungs- und Behandlungsmethoden auf einer eigenen Webseite für die Patientinnen und Patienten zu veröffentlichen.

Das IQWiG wird durch die Beiträge der gesetzlich krankenversicherten Personen in Deutschland finanziert.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (=BfArM) ist ein Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Es ist für die Arzneimittelsicherheit in Deutschland verantwortlich. Das BfArM lässt Arzneimittel zu, registriert und überwacht diese. Gemeinsam mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft unterhält es den Ärzteausschuss Arzneimittelsicherheit.

Auf der Grundlage von Meldungen zu unerwünschten Ereignissen von Medizinprodukten durch die Hersteller und Leistungserbringer nimmt das BfArM eine Risikoerfassung und –bewertung vor. Zudem führt es mit Hilfe von Probanden klinische Prüfungen von Medizinprodukten durch. Des Weiteren genehmigt und überwacht es den Betäubungsmittel –und Grundstoffverkehr.

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