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Ungeplante Behandlungen im EU-Ausland

Im Folgenden erläutern wir Ihnen, was unter einer geplanten Behandlung verstanden wird und wieso es wichtig ist, zwischen einer geplanten und ungeplanten Behandlung zu unterscheiden.

Ungeplante Behandlungen während eines vorübergehenden Aufenthaltes im EU-Ausland können z. B. eintreten, wenn

- Sie sich als Touristin oder Tourist, Studentin oder Student, entsandte Arbeitnehmerin oder entsandter Arbeitnehmer oder aufgrund einer weiteren Beschäftigung vorübergehend in einem anderen Mitgliedstaat aufhalten und aufgrund akuter Beschwerden ärztlich behandelt werden müssen,

- Sie einen Unfall hatten und als Notfall im EU-Ausland in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen,

- Sie an einer chronischen Erkrankung leiden oder schwanger sind und während eines vorübergehenden Aufenthaltes medizinische Leistungen, einschließlich Medikamente, benötigen.

Allen Fällen ist gemein, dass sie unvorhergesehen eintreten oder die Behandlung aus faktischen oder medizinischen Gründen nicht auf einen Zeitraum vor oder nach dem Aufenthalt im anderen EU-Staat verschoben werden kann. Dies ist insbesondere bei Notfällen oder akuten Schmerzen der Fall. Dabei darf der eigentliche Grund des Aufenthaltes nie die medizinische Behandlung an sich sein. Nur dann gilt sie als ungeplant und kann über die Europäische Krankenversicherungskarte abgerechnet werden. Ungeplant ist eine Behandlung auch dann, wenn Sie schwanger sind und in einem anderen Land entbinden möchten, weil Sie dort vor, während und nach der Entbindung familiäre Hilfe oder die Hilfe des Kindesvaters in Anspruch nehmen möchten. In diesem Fall ist Hauptzweck der Einreise in ein anderes Land die Rückkehr in den Familienkreis und nicht allein die Entbindung an sich.

Das EU-Recht knüpft an den Fall einer ungeplanten Behandlung andere Rechtsansprüche und Verfahrensweisen als an den Fall einer geplanten Behandlung in einem anderen EU-Staat. Insbesondere können Sie bei einer ungeplanten Behandlung in einem anderen EU-Staat mit Hilfe Ihrer Europäischen Krankenversicherungskarte wie eine im dortigen System gesetzlich krankenversicherte Person behandelt werden. Dies ist bei einer geplanten Behandlung nur durch eine Vorabgenehmigung und das Ausstellen des entsprechenden Europäischen Vordruckmusters E112 oder S2 seitens Ihrer Krankenkasse möglich. Sowohl bei ungeplanten Behandlungen als auch bei geplanten Behandlungen können Sie sich unter Umständen wie eine privat krankenversicherte Person im EU-Ausland behandeln lassen. Hierbei gilt es einige Dinge zu beachten. In den folgenden Rubriken werden wir hierauf genauer eingehen.

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