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Nationale Kontaktstelle für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung

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Checklisten für die stationäre Behandlung im EU-Ausland

Sie sind gesetzlich in Deutschland krankenversichert. Sie möchten sich in dem Krankenhaus eines EU-Staates behandeln lassen. In diesem Fall geben Ihnen die folgenden Checklisten einen kurzen Überblick über die Aspekte, die Sie vor, während und nach der Behandlung berücksichtigen sollten.

Wir haben für beide möglichen Wege der Behandlung im EU-Ausland - Behandlung wie eine privat krankenversicherte Person oder Behandlung wie eine gesetzlich krankenversicherte Person- jeweils eine Checkliste bereitgestellt. Bitte wählen Sie daher einfach die für Sie zutreffende Checkliste aus.

Vor der Behandlung

  • Sie haben sich bei Ihrer Krankenkasse erkundigt, unter welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe sie Ihnen die Kosten für eine geplante Behandlung in einem der oben genannten Staaten erstattet.
  • Die Krankenkasse ist verpflichtet, drei Wochen nach Antragseingang eine Entscheidung über die Genehmigung zu treffen. In Fällen bei denen ein Gutachten notwendig ist, hat die Krankenkasse fünf Wochen Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Wenn die Krankenkasse Ihren Antrag bewilligt, erhalten Sie hierüber einen schriftlichen Bescheid. Sollte die Krankenkasse die geplante Behandlung ablehnen, dann können Sie Widerspruch einlegen. Falls Sie Fragen zu diesem Prozess haben, zögern Sie bitte nicht sich an uns zu wenden.
  • Ihre deutsche Krankenkasse hat die Behandlung im Krankenhaus des betreffenden Staates genehmigt und zugesagt, die Kosten zu übernehmen, die sie bei gleicher Behandlung in Deutschland übernommen hätte.
  • Sie haben ein Krankenhaus in dem jeweiligen Staat ausgewählt, das die von Ihnen gewünschte Behandlung anbietet. Bei der Suche nach einem passenden Krankenhaus hilft Ihnen die nationale Kontaktstelle des entsprechenden Staates.
  • Sie haben sich bei dem Krankenhaus nach den möglichen Leistungen erkundigt und sich einen Kostenvoranschlag geben lassen.
  • Sie haben mit dem Krankenhaus eine Vereinbarung zum Leistungsinhalt und zum Leistungsumfang getroffen, also einen Behandlungsvertrag abgeschlossen.
  • Sie haben mit dem Krankenhaus einen Termin vereinbart und geklärt, ob Kopien aus Ihrer Patientenakte benötigt werden. Falls erforderlich, haben Sie diese besorgt und ggf. übersetzt.
  • Sie haben mit dem Krankenhaus vereinbart, wann und wie die Behandlung bezahlt wird.

Während der Behandlung

  • Sie haben darauf geachtet, dass die Behandelnden des Krankenhauses alle für die Behandlung wesentlichen Informationen, Maßnahmen und Ergebnisse in die Patientenakte eingetragen haben.

Nach der Behandlung

  • Das Krankenhaus hat Ihnen nach der Behandlung spezifizierte Rechnungen ausgestellt, damit Ihre Krankenkasse genau erkennen kann, welche Leistungen erbracht wurden. Bewahren Sie alle Rechnungen sorgfältig auf.
  • Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt beziehungsweise die behandelnde Zahnärztin oder der behandelnde Zahnarzt hat Ihnen Verschreibungen ausgestellt und Sie haben versucht, diese noch im Behandlungsstaat einzulösen. Können Sie die Verschreibungen nur in Deutschland einlösen, muss die Ärztin oder der Arzt beziehungsweise die Zahnärztin oder der Zahnarzt bestimmte Vorschriften einhalten.
  • Sie haben die spezifizierte Rechnung bei Ihrer deutschen Krankenkasse eingereicht, um sich die Kosten erstatten zu lassen.

Vor der Behandlung

  • Sie haben von Ihrer Krankenkasse eine Genehmigung in Form eines Vordrucks E 112 oder S2 für eine geplante medizinische Behandlung in einem Krankenhaus im EU-Ausland erhalten.
  • Sie haben ein Krankenhaus im betreffenden Staat gefunden, das Sie behandeln wird. Dieses Krankenhaus ist für die Behandlung gesetzlich Krankenversicherter in diesem Staat zugelassen. Sollten Sie noch kein geeignetes Krankenhaus gefunden haben, setzen Sie sich mit der nationalen Kontaktstelle im Behandlungsstaat in Verbindung.
  • Sie haben in dem betreffenden Staat einen Krankenversicherungsträger gewählt und sich bei diesem erkundigt, welche weiteren Schritte Sie ggf. beachten müssen.
  • Sie haben mit dem Krankenhaus einen Termin vereinbart und geklärt, welche Informationen aus Ihrer Patientenakte in Deutschland benötigt werden.

Während der Behandlung

  • Sie haben darauf geachtet, dass das Krankenhaus alle wesentlichen Informationen, Maßnahmen und Ergebnisse zu Ihrer Behandlung in der Patientenakte vermerkt hat.

Nach der Behandlung

  • Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt/die behandelnde Zahnärztin oder der behandelnde Zahnarzt des Krankenhauses hat Ihnen eine Verschreibung für Arzneimittel oder Medizinprodukte (z. B. ein Hilfsmittel) ausgestellt und Sie haben versucht, diese noch im Behandlungsstaat einzulösen. Können Sie die Verschreibung nur in Deutschland einlösen, muss diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
  • Ihnen sind Eigenanteile aufgrund der medizinischen Behandlung im Behandlungsstaat entstanden und Sie haben bei Ihrer Krankenkasse nachgefragt, ob diese eventuell von ihr erstattet werden können.

Kontakt

EU-PATIENTEN.DE

Pennefeldsweg 12 c
53177 Bonn

Telefon
+49 228 9530-802/800

Fax
+49 228 9530-801
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